Gipfelsturm auf die Heukuppe

Wandern an der niederösterreichisch-steirischen Grenze

Schneeberg-Rax-Region, auch bekannt als die Wiener Alpen, bilden seit Jahren auch die Hausberge der Burgenländer. Nachdem ich schon unzählige Male den Schneeberg erkundet habe, machten wir uns dieses Mal auf zur Rax. Ausgangspunkt unseres Abenteuers war das Preiner Gescheid – ein Gebirgspass an der niederösterreichisch-steirischen Grenze. Laut Beschilderung benötigt man bis zum höchsten Punkt der Raxaple, auf die Heukuppe, rd. drei Stunden. Nach rd. zwei Stunden durch den Wald, es ging eigentlich immer nur bergauf, erreichten wir die Baumgrenze. Als wir diese erreichte, baute sich vor uns eine steinerne Wand, „die Raxenmäumer“, auf. Über den Rießtalersteig, gesichert mit Stahlseilen und Leitern, gelangten wir auf das Rax-Plateau. Ab jetzt konnten wir bereits das Heldendenkmal auf der Heukuppe sehen. Dieses kleine, aus Steinen 1926 errichtet Gebäude, erreichten wir nach etwa 30 Minuten später. Eine kleinen Stärkung später gings auf zum Raxkircherl. Von dort aus erhielten wir einen phänomenalen Blick auf den Semmering. Auf Grund von dunkel aufziehenden Gewitterwolken begannen wird den Abstieg relativ bald und erreichten flott wieder unseren Ausgangspunkt.

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Wanderparadies Schneeberg-Rax-Region

Der „Hausberg“ der Burgenländer, „unser“ Schneeberg, sowie das angrenzende Rax-Massiv bieten alles was das Outdoor-Herz begehrt. Angefangen von leichten Wanderungen (etwa das Hüttenhüpfen auf der Rax) bis hin zu den nur mit Kletterausrüstung zu bewältigenden Steigen. Vor allem im Frühjahr bieten sich ideale Verhältnisse für einen Ausflug.

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Erste Pause

Nach rund 90 Minuten erreicht man diese unglaubliche Stelle. Ein mit Gras bewachsener Felsvorsprung bietet einem den perfekten Platz für eine kurze Verschnaufpause. Von hier aus hat mein einen 180° Umblick. Einfach traumhaft.

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Reißtalersteig

Nach rund zwei Stunden erreichten wir die Baumgrenze und standen plötzlich vor einer etwa 100m hohen Felswand. Irgendwo in der Mitte davon waren Stahlseile sowie Leitern zu sehen. Rund 30 Minuten benötigten wir um den Steig hinter uns zu lassen. Oben angekommen wird einem erst klar, wie steil dieser Steig wirklich ist. Ab hier kann man die fantastische Aussicht genießen.

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24°C und Schnee

Gestartet noch mit kurzer Hose und Leibchen wurde es immer frischer. Richtig frisch wurde es auf der Spitze, der Heukuppe. Neben den weitaus tieferen Temperaturen kam auch noch lebhafter Wind hinzu und zwang uns, unsere Wanderjacken überzustreifen. Nicht alle waren dem Wetter jedoch so gut gewappnet wie wir.

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Heukuppe

Die höchste Erhebung des Massivs bildet, auf exakt 2.007 Meter, die Heukuppe. Auf ihr befindet sich das Heldendenkmal. 1926 wurde dieses Bauwerk auf dem Gipfel vom ÖTK errichtet. Damit wurde den Kriegsopfern der Weltkriege gedacht: „Dem Gedenken der Mitglieder des Österreichischen Touristenklubs, die in den Weltkriegen 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 für ihre Heimat gefallen sind, und jener Mitglieder, die in den Bergen ihren Tod gefunden haben.“ (Wikipedia)

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Einzigartiges Panorama 

Von der Heukuppe benötigt man etwa 30 Minuten zum Raxkircherl oder zur nahegelegenen Karl-Ludwig-Hütte. Zuvor kommt man noch am großen Schneefeld vorbei. Erst beim Abstieg wurde uns die Größe dieses Feldes bewusst. Das kleine, perfekt in die Landschaft passende Kircherl bildet hier den Höhepunkt. Es wurde zum Gedenken an die in den Bergen verunglückten Alpinisten errichten und noch heute finden regelmäßige Messen in diesen luftigen Höhen statt.

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Hüttenhüpfen

Auf dem Plateau des Rax-Massives befinden sich unzählige, ganzjährige bewirtschaftete Hütten. Vor allem die Seehütte hat es mir angetan. Diese liegt auf der Preiner Wand und lässt den Schneeberg im Hintergrund noch mächtiger wirken, als er sowieso schon ist. Zudem ist auch noch das Maria-Theresia-Kircherl zu sehen.

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Gewitterwolken

Bereits am Morgen wurde berichtet, dass es am frühen Nachmittag zu Unwettern in dieser Region kommen kann. Schon gegen Mitte verfinsterte sich der Himmel über uns und wir begannen mit dem Abstieg. Obwohl sich der Himmel immer mehr zuzog kamen uns immer mehr „Hobbywanderer“, ausgerüstet u.a. mit Jeans und Freizeitschuhen á la Adidas Naturale, entgegen. Rund 90 Minuten benötigten wir für den Abstieg. Unten angekommen, ließ uns ein lautes Donnern zusammenzucken. Keine 30 Minuten später begann es auch schon wie aus Schaffeln zu schütten – perfektes Timing würde ich sagen!

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